Pirna spart Strom – LED Straßenbeleuchtung im Einsatz
Minister: „Strom und Kosten sparen, Umwelt schonen!“
Sachsens Umweltminister Frank Kupfer hat heute (15. April 2010) in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) eine neue energiesparende Straßenbeleuchtung in Betrieb genommen. In dem Modellprojekt wurden 19 herkömmliche Straßenlaternen durch Leuchten mit LED-Technologie ersetzt. Auf diese Weise werden künftig etwa 75 Prozent der Energiekosten gespart. Der Freistaat Sachsen hat die Investition mit rund 46. 000 Euro gefördert.
„Das Beispiel in Pirna zeigt, dass sich moderne Technologie lohnt. Nicht nur die Umwelt wird entlastet, durch erhebliche Einsparungen bei den Betriebskosten rechnen sich auch die Investitionen“, so der Minister.
Kupfer verwies auf die erheblichen Einsparpotentiale, die noch in der Straßenbeleuchtung liegen. So ist deutschlandweit jede dritte Straßenlaterne technisch auf dem Stand der sechziger Jahre, die Erneuerungsrate liegt bei nur drei Prozent. „Mit diesem Tempo würden wir noch 30 Jahre brauchen, bis auch die letzte Straßenlaterne stromsparend leuchtet. Das ist eindeutig zu lange“, so der Minister. Dabei könnten durch moderne Systeme pro Jahr rund 2,7 Milliarden Kilowattstunden eingespart werden. Für ganz Deutschland entspreche das 1,6 Millionen Tonnen CO2 und 400 Millionen Euro an Energiekosten.
„Wir helfen unseren Kommunen deshalb nicht nur mit Fördergeldern“, so der Minister. Sachsen habe auch Kommunen mit schwieriger Finanzsituation den Weg für sogenannte Contracting-Modelle freigemacht. Dabei übernehmen private Investoren die Kosten und erhalten dafür einen Teil der Einsparungen.
Wertvolle Informationen zu Planungsverfahren, technischen Möglichkeiten und zu Finanzierungsmöglichkeiten liefert den Kommunen darüber hinaus der „Planungsleitfaden für energieeffiziente Straßenbeleuchtung“, den die Sächsische Energieagentur SAENA kostenlos bereitstellt. „Mit diesem ersten Leitfaden deutschlandweit haben wir den Kommunen den Weg bereitet. Ich hoffe, dass die Kommunen diesen Weg nun auch gehen“, so der Minister abschließend.
